Vom 27. bis zum 29. Mai 2026 war der 10. Jahrgang in der Bundeshauptstadt zu Gast. Am Mittwoch stand neben der Anreise mit dem Bus die Besichtigung der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen auf dem Programm. Fokussiert und demütig besichtigten die Schülerinnen und Schüler den Ort, an dem der Nationalsozialismus einst knapp 40.000 Opfer forderte. Schockierende Ereignisse, die man sicherlich nicht ganz nachvollziehen kann, doch die Besichtigung bot einen verständlichen Einblick in den Schrecken der damaligen Zeit.
Der Umschwung in eine etwas positivere Stimmung fiel einem nicht sehr schwer, denn nach dem Einchecken ins Hotel „Citylight“ stand der Klassenabend auf dem Programm. Mit Bus, Bahn oder Tram gelangten die Klassen zu Food Spots, Einkaufszentren und Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt. Es wurde gegessen, gelacht und eine schöne Zeit genossen, ehe es zurück ins Hotel ging.
Am darauffolgenden Donnerstag standen die Besichtigungen der zuvor gewählten Museen auf dem Programm. Das Jüdische Museum, das Futurium, das Naturkundemuseum, das DDR-Museum oder das Fotografie-Museum öffneten ihre Tore für die Besichtigungen. In kleineren Gruppen und in Begleitung der Lehrkräfte ging es dann ins jeweilige Museum.
Darauf folgte der Besuch des Bundestages mit einer interessanten Vorstellung des Plenarsaals und der einzelnen inbegriffenen Sitze und Positionen der Abgeordneten. Später bekam der Jahrgang die Möglichkeit, mit den wissenschaftlichen Beratern der Bundestagsabgeordneten von Neumünster, Frau Carstensen, zu sprechen. Es wurden Fragen gestellt und beantwortet und über einige aktuelle Debatten innerhalb des Parlaments diskutiert. Am Abend verbrachten die Klassen ihre Freizeit entweder in kleinen oder großen Gruppen. Viele gingen essen und shoppen und genossen den letzten Abend der Reise. Später im Hotel trafen sich einige noch im Spielekeller und spielten Billiard, Tischtennis oder Darts.
Am Freitag standen dann die Rückfahrt und eine Führung durch das ehemalige Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen auf der Tagesordnung. Eine 90-minütige Führung ermöglichte den Schülerinnen und Schülern erneut einen informativen Einblick in Verhörtaktiken der Stasi und den Alltag der Häftlinge.
Danach ging es entweder in den Bus oder auf Eigeninitiative noch über das Wochenende in die Stadt. Im Bus wurde dann die eine oder andere verpasste Stunde Schlaf nachgeholt, ein Film geschaut oder Musik gehört. Um circa 16:20 Uhr trafen dann beide Busse wieder in Einfeld ein und die Schülerinnen und Schüler sowie auch die Lehrer*innen konnten nach Hause und die Reise Revue passieren lassen.
Einen großen Dank an die Lehrkräfte, an die Mitarbeiter*innen des „Citylight“- Hotel und an die Busfahrer, die für eine sichere Heimreise aus der Großstadt in das beschauliche Einfeld sorgten.
Der 10. Jahrgang der AHS
(Ein Bericht von Mathis Lauer)