Politik, Verhandlungen, Diplomatie - wir haben's simuliert!

Die beiden WiPo-Profilkurse des Q1-Jahrganges (12. Klasse) von Herrn Sawierucha und Frau Pundt nahmen im Rahmen der politischen Bildung, aber auch in Vorbereitung auf das Abitur und das Arbeitsleben, am mehrtägigen Planspiel "POL&IS - Politik und Internationale Sicherheit" teil. Es fand vom 1. bis 4. Juni 2026 in der Jugendbildungs- und begegnungsstätte Golm in Kaminke auf Usedom nahe der polnischen Grenze statt.

 Am ersten Tag des Planspiels wurden die 31 Schülerinnen und Schüler in ihre Rollen und somit in Regionen und Organisationen aufgeteilt. So entstand die folgende Verteilung: Afrika (3), Arabien (3), China (3), Europa (3), Japan (3), Nordamerika (3), Russland (3), Non-Governemental Organisations (NGOs/3), UN-Generalsekreteriat (2), Weltbank (2), Weltpresse (3). Besonders spannend war die realitätsnahe Darstellung Arabiens, da ausschließlich männliche Schüler in der Regierung der Region sein durften.

Für die Regionen gab es je einen Staatschef (gleichzeitig Umweltminister), einen Staatsminister und einen Wirtschaftsminister.

Das Planspiel wurde in Jahre unterteilt, welche immer mit den von der Presse verlesenen Nachrichten begannen. Die Regionen sahen sich mit Krisen, Anschlägen und neu erwachtem Patriotismus konfrontiert. Mit Beratungs- und Handlungsphasen wurden die Jahre abgehandelt. Auf einer abschließenden UN-Versammlung wurden Reden über das vergangene und kommende Jahr gehalten.

Besonders Arabien tat sich hervor. Nicht durch diplomatische Handlungen - denn kein anderer Staat wollte mit dieser Region arbeiten - sondern durch die beste Darstellung: Staatschef Thido wurde scherzhaft auch als "Abdullah Thido" bezeichnet und der Redner der Nation auf der UN-Versammlung trug stets ein Halstuch, meist als eine Art Turban. Besonders auffällig war die Ablehnung der Weltpresse und die wiederholten Äußerungen, es gäbe bei ihnen keine Probleme. Staatschef Thido unterhielt eine UN-Umweltkonferenz zusätzlich durch Zitate wie "Heute mal keinen Tagebucheintrag schreiben bitte" gegenüber Afrika und "Ich hab ja Militär" auf Problemäußerungen anderer Regionen.

Ein Schüler am Redepult Ein Schüler am Redepult

Andere Staaten bzw. Regionen wie China und Afrika litten unter starken wirtschaftlichen Schwierigkeiten, doch Afrika erholte sich mit Europas Hilfe. Zwischen Arabien und Europa drohte ein Krieg auszubrechen, doch mehrere Verhandlungen konnten dies verhindern. Nach bereits einem gescheiterten Versuch durch Russlands Veto konnte nach harter Verhandlung der Atomwaffensperrvertrag am Ende des zweiten Jahres verabschiedet werden.

Aber natürlich wurde nicht nur gearbeitet: Mit einem Besuch in Swinemünde am Strand konnte auch noch ein kleiner Ausflug unternommen werden. Auf dem Gelände der Herberge war zudem eine Grundschulklasse aus Mecklenburg Vorpommern, mit welcher gemeinsam Basketball oder an der Tischtennisplatte mit einem Volleyball "Runde" gespielt wurde. Die Profilkurse spielten unter sich auch noch Wikingerschach, Werwolf und Imposter. Letzteres wird vermutlich Herr Sawieruchas neues Lieblingsspiel!

Wir bedanken uns bei der Jugendbildungs- und begegnungsstätte Golm für den herzlichen Empfang durch Frau Klingbeil und das leckere Essen. Wir bedanken uns bei den Jugendoffizieren der Bundeswehr Jonathan, Alex, Henrik und Malte (alle im Rang eines Hauptmannes) für das gesamte Planspiel, die Durchführung und die Exkurse in beispielsweise politische oder taktische Bedeutung von Handlungen oder Gebieten sowie für die Erläuterungen zum Zusammenspiel der unterschiedlichen Bereiche. Außerdem bedanken wir uns bei Herrn Christensen für die Organisation und selbstverständlich bei Herrn Sawierucha und Frau Pundt für die geliehenen Nerven und den gelungenen Ausflug nach Usedom.

Henrik Steckmess

Schülerinnen und Schüler am Strand in Liegestühlen